
Die gedruckte Ausgabe im pdf-Format
Inhaltsverzeichnis
Alpen-Initiative: JA!
20 Jahre Tierschutz in der Bundesverfassung
Menschenschutz oder Tierschutz?
Video-Vortrag von Erwin Kessler über Rinder und Kühe
Bundesrat muss sich nicht an Gesetze halten
Sexismus und Fremdenfeindlichkeit
Krebsforschung Schweiz unterstützt keine qualvollen Tierversuche mehr
"Blick" von zuviel Tierschutz "genervt"
Einsatz des VgT-Inofbus
Initiative des VgT Zürich
Gourmet-mit-Herz erlaubt die grausame Einzelhaltung von Kälbern
Warn-Aktion der Tierbefreiungsfront in Tufertschwil SG
Immer mehr Vegetarier in England
Offizielle und wirkliche "Realität" im Zuger Tierschutz
Die Einsamkeit des Papageis im Käfig
McDonald's-Werbetrick aufgeflogen
Anti-Ovomaltine-Kampagne
Tierversuche: Probieren wirs's...
Probieren Sie's. Es zeigte keine schädlichen Wirkungen bei Mäusen (Karikatur)
Vorbeugung gegen Osteoporose
Feierliche Stimmung mit Kerzen aus Schlachtabfällen?
Offizielle und wirkliche "Realität" im Zuger Tierschutz
von Erwin Kessler
Nach der Flugblatt-Aktion des VgT (vgl VN94-1) gaben die Zuger Behörden eine
Pressekonferenz. Der Stand des Tierschutzvollzuges wurde als gut, die Kritik des VgT als
völlig haltlos dargestellt. Das "Wissen" um die Zustände in der
Nutztierhaltung schöpfen die Zuger Behörden aus den ungeprüften Angaben der Tierhalter
(Selbstdeklaration) und daraus, dass ein privater Schweinegesundheits-Dienst (SGD) - von
dem bekannt ist, wie er Missstände deckt - beauftragt wurde, für die Einhaltung der
Tierschutzvorschriften zu sorgen. Es ist auffallend, wie die Behauptungen des zuständigen
Sanitätsdirektors Birchler und des Kantonstierarztes Kamer über den angeblich
fortschrittlichen Stand des Tierschutzvollzuges im Kanton Zug in den Medien als
"Realität" dargestellt werden, untermauert von ausgesuchten Bildern aus
Schweinehaltungen, wie sie im Kanton Zug nicht die Regel sind. Eine andere, katastrophale
Realität zeigt sich, wenn man in die Zuger Tierfabriken hineinschaut: Selten
gesetzeskonform und noch seltener tierfreundlich, oft dagegen KZ-artig - ohne
Übertreibung. Der VgT hat davon Videoaufnahmen und Fotos, für welche sich die Zuger
Medien jedoch nicht interessieren. Die zum Politfilz gehörende Zuger Presse hat eine
eigentliche Gegenkampagne lanciert, um der Bevölkerung einzuimpfen, der Tierschutzvollzug
funktioniere bestens und alles sei in Ordnung.
Warum ist es für die Behörden so leicht, Missstände zu dementieren? Weil das
Gesetz einseitig die Tierhalter schützt. Gegen Missstände haben Tierschutzorganisationen
kein Klagerecht und Journalisten erhalten nur dort Zutritt, wo es nichts zu verbergen
gibt. Wenn Tierschützer Zeugen nennen, welche die Missstände gesehen haben, wird gegen
diese ein Strafverfahren wegen "Hausfriedensbruch" eingeleitet; den Tierhaltern
geschieht in aller Regel nichts. Im mittlerweilen bekannten Fall, wo sogar gerichtlich
festgehalten wurde, dass meine Kritik berechtigt war, hat Kantonstierarzt Kamer trotz
offensichtlicher, von der Polizei rapportierter Verletzung von Tierschutzvorschriften, den
Fehlbaren derart in Schutz genommen, dass dieser straffrei ausging und die Missstände
jahrelang weiter andauerten.
Unsere Gegendarstellung gegen die einseitige, völlig verzerrte Berichterstattung
der 'Zuger Woche' mussten wir gerichtlich durchsetzen.
Den Schweinemästern, die glauben, mich wegen meines Einsatzes für die gequälten
Tiere terrorisieren zu können, gebe ich folgendes bekannt:
1. Die Unterschätzung meines Verteidigungsdispositives kann lebensgefährlich
sein.
2. Schikanen mit Postversand-Bestellungen auf meinen Namen sind wirkungslos, da
sie einfach nicht angenommen werden und zurückgehen. (Dass mir die Schweinemäster mit
Vorliebe Sexvideos und pornografische Literatur zustellen lassen, zeigt, von welcher
Gedankenwelt die gewerbsmässigen Tierquäler besessen sind: Gewalt und Sex.)
3. Sachbeschädigungen gegen mein Eigentum deckt der VgT, treffen also nicht mich.
4. Auch gegen Telefon-Terror habe ich Massnahmen vorgekehrt.
Insgesamt zeigt mir das Verhalten meiner Gegner, dass ich auf der richtigen Seite
kämpfe. Nachdem das Tierschutzgesetz toter Buchstabe geblieben ist, nimmt zum Glück der
Fleischkonsum laufend ab. Die Arbeit des VgT ist darauf ausgerichtet, diesen Trend zu
beschleunigen.
Tierversuche: "Probieren
wir's..."

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