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"Mobility"-Fahrzeuge werden laufend geortet
- Bewegungsprofil aufgezeichnet
Die "Mobility"-Geschäftsleitung hält sich verdeckt, verweist
bürokratisch darauf, alle datenschutzrechtlichen Vorschriften einzuhalten, will die
Tatsache nicht zugeben und schon gar nicht ihre Kundschaft informieren, dass Standorte und
Fahrrouten von Mobility-Fahrzeugen mit Bordcomputern laufend registriert werden und von
Behörden, Swisscom-Personal und allenfalls auch von Hackern noch über Monate eingesehen
werden können. Diese George-Orwell-Situation ergibt sich daraus, dass die Bordcomputern
mit ständig eingeschalteten, empfangsbereiten Mobiltelefonen ausgerüstet sind. Von allen
eingeschalteten Mobiltelefone berechnet und registriert ein Grossrechner der Swisscom
minütlich den Standort, wie die Sonntags-Zeitung am 28.12.1997 enthüllte:
Natel-Benützer im Visier der Staatsschützer
Ohne gesetzliche Grundlage werden auch unbescholtene Bürger überwacht
Rund um die Uhr beschattet ein geheimer Swisscom-Rechner unbescholtene
Natel-Benützer. Bei Bedarf greifen Ermittler auf die gesammelten Daten zurück.
"Illegal", sagt der Datenschützer.
... Im Minutentakt registriert der Computer den aktuellen Standort jedes
eingeschaltenen Natels - unabhängig davon, ob telefoniert wird oder nicht. Brisant daran:
Die gigantische Datenbank, die mehrere Milliarden Daten umfassen dürfte, machen sich
Staatsschutz und Polizei seit geraumer Zeit zunutze. Auf Knopfdruck lässt sich damit ein
exaktes Bewegungsprofil jedes Natel-Benützers erstellen... Nach Ansicht des
eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Odilo Guntern ist sie illegal. Im Bundesamt für
Kommunikation wird eingeräumt, dass die gesetzliche Grundlage für eine solche
Datensammlung zurzeit fehlt... Offiziell wollen Swisscom, Staatsschutz und Polizei ...
keine Stellung nehmen - der Rechner sollte geheim bleiben... Schliesslich bestätigt Toni
Stadelmann, Leiter der Swisscom-Abteilung Mobiltelefonie, die Existenz des Computers doch
noch: "Wir geben das Bewegungsprofil von Natelkunden auf richterlichen Befehl
heraus." Der Berner Gerichtspräsident und Nationalrat Alexander Tschäppät ist
empört: "Die geheime Datensammlung ist höchst problematisch." Sein
Parteikollege, der Solothurner SP-Nationalrat Boris Banga, reagiert gleich: "Im
Prinzip sind das moderne Fichen." Die beiden Mitglieder der nationalrätlichen
Geschäftsprüfungskommission (GPK) wollen die unheimliche Datenfahndung im Natelnetz
deshalb zum Thema in der Kommission machen.
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