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22. Oktober 2008
Käfig-Kaninchenhaltung
bei Martin Järmann, Glarisegg
Dass Kastenkaninchenhaltung eine Tierquälerei ist,
weiss heute jeder, der hie und da mal eine
gute Zeitung liest und nicht ein verschlossenes Herz aus Stein hat.
Unter den schweizerischen
Tierschutzorganisationen besteht ein
Konsens darüber, dass
Kastenhaltung (Käfighaltung) von Kaninchen eine Tierquälerei ist, die dringend verboten
werden sollte.
Infos über tiergerechte Kaninchenhaltung:
www.vgt.ch/doc/kaninchen
Zu den Kaltherzigen, welche Kaninchen immer noch und
gegen besseres Wissen in tierquälerischer Käfigkastenställen halten,
gehört:
Martin Järmann
Glarisegg, Birkenhof
8266 Steckborn
Tel. 052 761 31 82, martinj@gmx.ch



Das Alibigehege ist selten benutzt. Ein taugliches
Kaninchengehege muss so eingerichtet sein, dass die Kaninchen selber vom
Stall in den Auslauf und zurück gehen können und nicht darauf angewiesen
sind, dass ihr Besitzer hie und da mal, wenn er gerade Lust, die
Kaninchen in das Gehege trägt.
Gedankenlos Tiere anzuschaffen und dann keine Zeit
für sie zu haben, ist verantwortungslos und verwerflich.
Stellungnahme Järmanns, samt Kommentar des
VgT:
Ich habe Ihr Schreiben erhalten, für mich sehr
unverständlich, da wir schon vor einiger Zeit das weitere Vorgehen mit
unserem Vermieter besprochen haben.
Unverständlich? So, so. Wie sollen wir wissen, was Sie mit Ihrem
Vermieter besprechen? Für uns zählen Tatsachen. Und Sie haben ja
eben Gelegenheit, Stellung zu nehmen.
Ab nächster Woche werden die jungen Kaninchen wie vorgesehen
geschlachtet. Wir lassen und liessen den Metzger immer zu uns kommen, um
den Tieren den Transportstress zu ersparen! Ist das in Ihren Augen
Tierquälerei?
Kaninchen werden selten wie Schweine herumtransportiert. In unserem
Bericht steht nichts von Transportstress, sondern von Käfighaltung
Das alte Männchen wird kastriert, damit wir es mit dem Weibchen und
den drei jungen verbleibenden Weibchen zusammen halten können. Das
erlaubt uns ein einfacheres Gehege, in dem sich alle Tiere aufhalten
können. Ist das Tierquälerei?
Ihre Ablenkungsmanöver zeigen wenig Einsicht. Sie
hätten selber mehr denken und Verantwortung wahrnehmen können, nicht
erst, wenn Reklamationen kommen.
Jetzt noch eine Darstellung des Ist-Zustandes: Das Bild auf der
ersten Seite Ihres verwerflichen Berichtes über mich zeigt einen 6 Platz
Box, in dem 4 Kaninchen sind. Was das Bild nicht
zeigt (ich unterstelle Ihnen Absicht), ist, dass der untere Teil des
Stalles offen ist und die Tiere jederzeit in den Freilauf können.
Was das Bild nicht zeigt...... Das Bild zeigt lügt nicht, sondern zeigt,
dass Sie lügen. Der Stall ist zu, nicht offen.
Im so genannten „Alibiauslauf“ können sich die Tiere tagsüber
aufhalten.
Sie lügen schon wieder. Die Aufnahme wurde tagsüber
gemacht, nicht in der Nacht.
Dass der Auslauf genutzt wird, erkennen sie am
abgefressenen Gras! Wenn das Gras halt abgefressen ist, müssen wir es
wieder wachsen lassen!!!!!
Ein solcher Mist verdient tatsächlich 5 Ausrufzeichen. Kaninchen
brauchen nicht in erster Linie eine Wiese zum Abfressen, sondern
Bewegungs- und Grabmöglichkeiten. Gras und Heu kann auch zugefüttert
werden. Das bischen Gras in Ihrem winzigen Alibiauslauf ist in einem Tag
abgefressen. Dann lassen Sie die bedauernswerten, wehrlosen Tiere wieder
im Käfig eingesperrt, also auch das ganze Winterhalbjahr, wo kein Gras
wächst. Auf die Idee eines grösseren Auslaufs oder eines Wechselauslaufs
kommen Sie wohl nicht. Dazu müsste man fähig sein zu denken und
mitzufühlen und nicht bloss faule Ausreden zu produzieren.
Es ist bekannt, dass sich männliche Kaninchen ab
einem gewissen alter nicht vertragen und einander angreifen. Das macht
es nötig, die Tiere separat zu halten.
Sie haben keine Ahnung von Freiland- und Gruppenhaltung von Kaninchen
und haben sich offensichtlich auch nicht bemüht, sich zu informieren.
Darum sollten Sie KEINE Kaninchen halten und einem anderen Hobby
nachgehen, zum Beispiel Briefmarken sammeln. In der Natur sind die
Männchen bei der Gruppe und nicht irgndwo einzeln eingesperrt.
Uns selbst wurden Kaninchen zur Pflege gegeben, die in einer Umgebung
wie in Ihrem
„Muster-Flyer“ von Ruth Morgenegg aufgewachsen und gehalten wurden. Nur
haben sich die Tiere teilweise gegenseitig verletzt, ist das in Ihren
Augen „tiergerecht“?
Man kann halt alles falsch machen, wenn man nicht fähig ist und trotzdem
Tiere halten will. Bei Ruth Morgenegg und anderen
Freilandkaninchenhaltern funktioniert die Gruppenhaltung, wenn die Tiere
genügend Platz und Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten haben.
Wir haben inzwischen 5 unabhängige Einzäunungen im Garten. Aber das
wurde ja wohl nicht bemerkt!!
Nein, haben wir noch nicht bemerkt, da wir nicht jeden Tag bei Ihnen
vorbeischauen, ob sich eventuell etwas verändert hat. Aber wir werden
immer wieder vorbeischauen und warten auf den Tag, da Sie KEINE
Kaninchen mehr haben. Sie sollten sich schämen, dass Sie erst über Ihre
Tierhaltung nachzudenken begonnen haben, nachdem kürzlich
Wandersleute vor Ort reklamiert und und uns nachher informiert haben.
Des Weiteren zeigt Ihr Heft, wie die Kaninchen im Auslauf die Erde
umgraben. Das ist bei mir ähnlich, nur bin ich Mieter in diesem Haus und
es ist mir vom Gesetz untersagt, den Garten zu zerstören!! Daher bin ich
gezwungen, jeden zweiten Tag die Löcher wieder zu verschliessen.
Und wer zwingt Sie, Kaninchen zu halten, obwohl Sie nicht in der Lage
sind, diese artgerecht zu halten?
Dann verlangen Sie, dass ich die Kaninchen immer draussen lasse (auch
bei Regen und in der Nacht).
Sie lügen schon wieder. Einen solchen Blödsinn haben
wir nie verlangt. Die Kaninchen
müssen selbstverständlich immer die Möglichkeit haben, den Stall aufzusuchen.
Falls es Ihnen nicht aufgefallen sein sollte ist
in unmittelbarer Nähe ein grosser Wald, wir haben fast jede Nacht besuch
von den Füchsen. Meinem Kollegen in unmittelbarer Nähe, der eine sehr
vorbildliche Meerschweinchenhaltung hatte, sind die meisten innerhalb
eines Jahres geholt worden. Meinem Vermieter werden ausgewachsene
Hühner, wenn nicht vom Fuchs dann tagsüber vom Mäusebussard
geholt! Das soll wiederum tiergerecht sein? Sie haben wirklich eine sehr
enge und einseitige Meinung und ich bedaure Sie sehr. Offensichtlich
haben Sie nie selber ein Tier gehabt, sonst könnten Sie es nicht einfach
ungeschützt den Füchsen vorwerfen!
Damit haben Sie Ihre arrogante Einfältigkeit nochmals prächtig
dargestellt, auf einem Niveau, auf das wir uns nicht weiter einlassen.
Nur soviel: Man sollte halt etwas von Kaninchenfreilandhaltung verstehen
und wissen, wie man ein Freigehege sichert, bevor man Tiere anschafft.
Aber Sie lenken lieber auf Hühner ab, von denen hier nicht die Rede ist.
Soweit zu meinen Ausführungen. Nur noch eins, für
die Fotos haben Sie sich in unserem Garten aufgehalten. Da es sich um
Privatgrund handelt, ist der Tatbestand des Hausfriedensbruches (Art.
186) erfüllt und ich werde mir weitere Schritte gegen Ihre Person
vorbehalten.
Wir freuen uns auf Ihre vorbehaltenen Schritte.
Es ist Ihnen auf jeden Fall untersagt, diese Fotos in irgendeiner
Form zu vervielfältigen, Dritten zukommen zu lassen oder für Ihre
persönlichen Kampagnen zu verwenden.
Wow. Wenigstens noch etwas Lustiges zum Schluss in dieser tragischen
Angelegenheit.
Mit freundlichen Grüssen
Martin Järmann
Sie können nun Ihre vorbehaltenen Schritte einleiten.
Mit unfreundlichen Grüssen.
Erwin Kessler, VgT
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