Tierschützerin Brigitte Bardot wegen angeblichem "Aufruf zum Rassenhass" verurteilt
Weil sie sich über das „Aufzwingen“ islamischer Gebräuche beschwerte, muss das frühere französische Sexsymbol Brigitte Bardot 15 000 Euro Bußgeld zahlen.
Das
Strafgericht von Paris kreidete der 73-jährigen
Schauspielerin am Dienstag ein Schreiben aus dem Jahr 2006
an den damaligen Innenminister Nicolas Sarkozy an, in dem
„BB“ sich über das Schächten unbetäubter Schafe zu
muslimischen Festtagen beschwert hatte.
„Ich bin es leid, von dieser ganzen Bevölkerung an der
Nase herumgeführt zu werden, die uns zerstört, unser Land
zerstört, indem sie uns ihre Taten (im Sinne von
Gebräuchen) aufzwingt“, hatte Bardot damals geschrieben.
Dies hatte ihr eine Anzeige mehrerer Bürgerrechtsgruppen
eingebracht.
Haftstrafe gefordert
Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe verlangt,
weil Bardot als Wiederholungstäterin bereits mehrfach
wegen rassistischer Äußerungen belangt worden war. Die
Verteidigung plädierte auf Freispruch. Der einstige
Filmstar erschien aus Gesundheitsgründen nicht zur
Verlesung des Urteils.