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Bedenkliches
Teil 2
Februar-Stimmungsbild: Kühe im
Winterauslauf
(Wängi TG, 18. Februar 2005, Aufnahme Erwin Kessler)

*
Ehe man anfängt, seine Feinde zu
lieben,
sollte man seine Freunde besser behandeln.
*
Sascha
von Marlies Kerrison-Oberhänsli,
Arbon
Meine geliebte
schwarze Katze
du faszinierendes
schönes Wesen
mit weissem Tupfen
auf der Brust
ich danke dir
dass du mein Leben
sechzehn Jahre lang
so sehr bereichert hast
wo bist du jetzt wohl
nachdem du
das Zeitliche
gesegnet hast
ach, grüsse mir doch
wenn du kannst
meine Lieben
im Jenseits
*
Ich wünschte mir
dass sich alle Menschen
so aufmerksam zuhörten
wie das ein Schäferhund tut.
Marlies Kerrison-Oberhänsli,
Arbon
*
Wie die Kuhhaltung in einfacher Weise und auf den Punkt
gebracht die
politischen Ideologien von Parteien und Nationen beschreiben kann:
Christdemokratie:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und
schenken Ihrem Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.
Sozialismus:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen
eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine
Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.
Sozialdemokratie:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig,
weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die
Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern
bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld,
kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich
rechtschaffen.
Liberalismus:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und?
Kommunismus:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung
beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen für die
Milch stundenlang an, bis sie sauer ist.
Kapitalismus:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine
Herde zu züchten.
EU-Bürokratie:
Sie besitzen zwei Kühe. Die EU nimmt Ihnen beide ab, tötet eine, melkt die
andere, zahlt Ihnen eine Entschädigung und schüttet die Milch Nordsee.
Amerikanisches Wirtschaft:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und leasen sie zurück. Sie
gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das vierfache
an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt. Sie geben eine
Presseerklärung heraus, in der Sie erklären, Sie hätten die Kosten um 50
Prozent gesenkt. Ihre Aktien steigen.
Französische Wirtschaft:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie streiken, weil Sie drei Kühe haben wollen.. Sie
gehen Mittagessen. Das Leben ist schön.
Japanische Wirtschaft:
Sie besitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik erreichen Sie, dass
die Tiere auf ein zehntel ihrer ursprünglichen Größe reduziert werden und
das zwanzigfache an Milch geben.
Britisches Wirtschaft:
Sie besitzen zwei Kühe. Beide sind wahnsinnig.
Italienische Wirtschaft:
Sie besitzen zwei Kühe, aber Sie wissen nicht, wo sie sind. Während Sie sie
suchen, sehen Sie eine schöne Frau. Sie machen Mittagspause. Das Leben ist
dolce.
*
Liebe mag blind sein, aber Eifersucht sieht
zu viel.
*

Tages-Anzeiger 19.11.04
*
Ein einfacher Zweig ist dem Vogel lieber als ein goldener
Käfig.
*

Herbstweide am Albis
(24. Oktober 2004 Erwin Kessler)
*
Die Regel
ist Willkür, aus der Weltwoche 43.04
*
Zum täglichen Journalisten-Pfusch:
Walter Bosch liest Schweizer Verlegern die
Leviten
*
An einer Pressekonferenz des Bundesrates äusserte sich
Bundesrat Leuenberger giftig über den neben ihm sitzenden Bundesratskollegen
Blocher, worauf er von diesem ausgelacht wurde. Ueli Haldimann,
Chefredaktor des Schweizer Fernsehens kommentierte dies dann in der
Tagesschau vom 26. September 2004 als "primitives Verhalten" Blochers.
Dagegen schwieg dieser Heuchler zum viel primitiveren Verhalten Bundesrat
Leuenbergers, der sich öffentlich zugunsten des barbarischen betäubungslosen Schächtens
aussprach.
*
Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass mich
extreme Tierrechtler mehr hassen als die schlimmsten Tierquäler, weil mir
der Schutz der Tiere vor groben Quälereien das wichtigste Anliegen ist,
wichtiger als extremen Tierrechtsphilosophien zu huldigen und grundsätzlich
Jäger und Biobauern zu hassen, weil sie Tiere töten. Ich lehne die
Glorifizierung des menschlichen und tierlichen Lebens ebenso ab wie die
Verteufelung des Todes, bin Exit-Mitglied auf Lebzeit und finde, man sollte
die Geburt betrauern, nicht den Tod. Ich kämpfe gegen das Quälen von Tieren,
einschliesslich das qualvolle Töten, aber nicht grundsätzlich gegen das
schmerz- und angstfreie Töten. Erwin Kessler, Gründer und Präsident des VgT
*
Ein Diplomat ist ein Mensch, der offen ausspricht, was er
nicht denkt.
*
Rassismus
Aus dem Buch Ocean Warrior von Paul Watson:
"Trotzdem [Walfangverbot] wurden alle Warnungen, alle
Beschlüsse, alle Studien verächtlich in den Wind geschlagen, weil die
Stimmen der internationalen Öffentlichkeit von den politischen Kräften
erstickt werden, die sich von den berüchtigsten aller Walfangnationen haben
kaufen lassen - dem barbarischen walemordenden Staat Japan." Ein japanischer
Journalist fiel mir ins Wort: "Das ist eine rassistische Äusserung! Geben
Sie es zu, Sie sind aus demselben Grund gegen den Walfang wie die übrigen
Antiwalfangnationen - weil es eine Möglichkeit ist, Japan zu bestrafen. Es
ist ein Komplott gegen die Asiaten. Sie sind ein Rassist. Sie sind...." Nun
unterbrach ich ihn meinerseits: "Von einem Komplott gegen Asiaten kann keine
Rede sein. Wir verschwören uns aber sehr wohl gegen Japan und Norwegen,
Island, Russland und andere Nationen, die die internationalen Vorschriften
zum Schutz der Umwelt schamlos verletzen und dann die Frechheit haben, sich
als Opfer eines eingebildeten Rassismus zu bezeichnen. Für mich persönlich
ist es eine ungeheure Beleidigung, wenn ein so wichtiges Thema wie Rassismus
als Werkzeug benutzt wird, um illegalen Walfang zu rechtfertigen!"
*

Der einzige, der einen Nerz-Pelzmantel wirklich
braucht, ist der Nerz.
Der Europäische Nerz gehört innerhalb der
Ordnung der Raubtiere zur Familie der Marder (Mustelidae), die sich aus rund
65 Arten von Ottern, Dachsen, Skunks, Mardern, Wieseln, Iltissen und Nerzen
zusammensetzt. Innerhalb der Marderfamilie zählt er zur Gattung Mustela,
welche elf Arten von Wieseln, drei Arten von Iltissen und zwei Arten von
Nerzen umfasst und als Sippe über weite Bereiche Europas, Asiens sowie Nord-
und Mittelamerikas verbreitet ist.
Wie alle Mitglieder der Gattung Mustela ist
der Europäische Nerz ein überaus schnelles und wendiges Kleinraubtier mit
langgezogenem, schlankem Leib, kurzen Beinen und mittellangem Schwanz. Die
Männchen sind mit einer Kopfrumpflänge von ungefähr 40 Zentimetern und einem
Gewicht von gewöhnlich 800 bis 900 Gramm deutlich grösser als die Weibchen,
welche normalerweise etwa 35 Zentimeter lang und 500 Gramm schwer sind. Für das
Leben am und im Wasser ist der «Sumpfotter» vorzüglich ausgerüstet: Er besitzt
kurze Schwimmhäute zwischen den Zehen, was ihn zu einem gewandten Schwimmer und
Taucher macht. Seine Fingerkuppen sind borstig behaart, was ihm beim Festhalten
schlüpfriger Beute dienlich ist. Die Hand- und Fussballen weisen griffige nackte
Polster auf, was ihm einen sicheren Tritt auf feuchtem Fels und schlammigen
Uferbänken vermittelt. Zudem ist sein Fell überaus dicht, seine Haut recht derb
und sein Unterhautfett ausgeprägt, was ihn gegen die Auskühlung im kalten
Wasser, wo er viel unterwegs ist, gut schützt.
Der Europäische Nerz lebt an Bächen, Flüssen, Sümpfen und Seen - von Meereshöhe
bis zur Gletscherzone - und er bewegt sich kaum je weiter als 150 Meter von
seinem Heimatgewässer weg. Bevorzugt hält er sich im Umfeld recht schnell
fliessender Flüsse und Bäche mit klarem Wasser auf, wo die Ufer mit üppigem
Pflanzenwuchs und angeschwemmtem Holz, mit Hohlräumen unter Wurzeln und mit
Spalten zwischen Steinen günstige Verstecke und vielfältige Möglichkeiten zum
Stöbern bieten.
Sein Lager wählt der Europäische Nerz nahe am Wasser in hohlen Bäumen, unter
Wurzelstöcken oder zwischen Felsen und oft auch in vorgefundenen und nach seinen
Bedürfnissen erweiterten Nagetierhöhlen. Dort verschläft er den Tag und geht
dann in der abendlichen Dämmerung und der nächtlichen Dunkelheit auf Beutefang.
Zum Opfer fällt dem tüchtigen Räuber ein breites Spektrum land- wie
wasserlebender Kleintiere - von Schnecken, Insekten und Krebsen über Fische,
Frösche und Molche bis hin zu Vögeln und Kleinsäugern, insbesondere Nagern.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Europäischen Nerzes erstreckte sich
über weite Bereiche Europas - von der Atlantikküste im Westen bis zum Ural im
Osten. Zwar scheint es, dass die Art im Süden Europas (Portugal, Italien,
Griechenland) sowie im Norden des Kontinents (Belgien, Niederlande, Dänemark,
Norwegen, Schweden) in historischer Zeit nie vorkam. Im übrigen Europa - vom
mittleren Finnland südwärts bis Transkaukasien und vom nördlichen Spanien
ostwärts bis zum Irtysch in Russland - war sie hingegen weitverbreitet und
vielerorts häufig.
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist ein dramatischer und scheinbar bis heute
ungebremster Rückgang des Europäischen Nerzes festzustellen. Einigermassen
gesunde Bestände des Europäischen Nerzes scheint es heute nur noch einerseits in
Russland, am Oberlauf des Dnjepr, der Westlichen Dwina und der Wolga, und
andererseits im Donaudelta in Rumänien zu geben, ferner an einigen kleineren
Flüssen in der Ukraine und in Weissrussland.
Die genauen Ursachen, welche den verheerenden Niedergang des Europäischen Nerzes
bewirkt haben, sind bislang unverstanden. Wahrscheinlich wurde der braunen
Marderart das Zusammenspiel einer ganzen Reihe von Schadfaktoren zum Verhängnis
(Lebensraumzerstörung). Als besonders schwerwiegend gilt die unaufhaltsame
Ausbreitung des Amerikanischen Nerzes in ganz Europa. Es handelt sich dabei um
entwichene oder absichtlich freigesetzte Farmtiere bzw. deren Nachkommen. Seit
den zwanziger Jahren hat sich der Amerikanische Nerz in immer weiteren Bereichen
Europas fest angesiedelt, und noch immer dehnt er sein Verbreitungsgebiet weiter
aus.

Der Amerikanische Nerz ist grösser und kräftiger als der Europaeische Nerz.
Wahrscheinlich vermögen die Männchen wie die Weibchen ihre kleineren Vettern
aktiv aus deren angestammten Jagdrevieren zu vertreiben. Ausserdem behindern die
Amerikanischen Nerzmännchen wahrscheinlich die Fortpflanzung der Europäischen
Nerze, indem sie sich anstelle der Europäischen Nerzmännchen mit den
Europäischen Nerzweibchen paaren. In Gefangenschaft tun sie dies jedenfalls
bereitwillig. Allerdings sind die daraus entspringenden Jungen nicht lebensfähig
und sterben während der Trächtigkeit ab. So können sich die Europäischen
Nerzweibchen vermutlich nicht mehr erfolgreich fortpflanzen. Der anhaltende
Misserfolg bei der Nachzucht liesse den rapiden Zusammenbruch der Europäischen
Nerzbestände in weiten Regionen Europas gut verstehen.
Wären «nur» die Lebensraumzerstörung, der Schwund der Beutetierbestände und die
Bejagung seitens des Menschen die Ursachen für den schnellen Bestandszerfall des
Europäischen Nerzes, könnte man darauf hoffen, dass er zumindest in grösseren
Schutzgebieten zu überleben vermag. Da aber mit grosser Wahrscheinlichkeit der
Amerikanische Nerz erheblich zu seinem Niedergang beiträgt und dieser vor
Schutzgebieten gewiss nicht Halt macht, findet er auch dort keine sichere
Zuflucht. Eine wirksame Bekämpfung oder gar Ausmerzung des Amerikanischen Nerzes
- wie dies schon vorgeschlagen wurde - ist angesichts der Lebenstüchtigkeit
dieser Marderart völlig aussichtslos.

Für einen einzigen Pelzmantel
werden die Felle von rund 50 Nerzen benötigt.
.....
*
"Was werden Sie also tun", fragte eine
Journalistin von der isländischen Zeitung Dagblad, "wenn Island entgegen den
Weisungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) Wale fängt?" Ich
lächlte. "Ganz einfach: Wenn die IWC Island nicht davon abhält und keine
Sanktionen gegen Island verhängt, werden wir die isländischen Walfangschiffe
versenken." Daraufhin fragte ein anderer Reporter: "Was gibt Ihnen das
Recht, das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen?" Ich sah ihn geduldig
an. "Wissen Sie", sagte ich ruhig, "ich habe noch nie begriffen, weshalb
ausgerechnet denjenigen, die für den Frieden, das Leben, die Freiheit und
eine gesunde Umwelt eintreten, ständig solche Fragen gestellt wewrden.
Wieso fragen Sie das nicht zur Abwechslung einmal die Walfänger, die
Kriegstreiber oder die Verpester der Erde?"
Paul Watson im Buch "Ocean Warrior - Mein Kreuzzug gegen das sinnlose
Schlachten der Wale"
*
Paul Watson, weltbekannter Kämpfer gegen
den illegalen Walfang, auf die Frage, ob man radikal sein müsse, um etwas zu
verändern: "Man
muss nicht einen Walfänger rammen, um Umweltschützer zu sein. Man kann auch
Kindern von Walen erzählen. Es gibt tausend Möglichkeiten."
*

*
Zum Papstbesuch in der Schweiz vom 6. Juni 2004:

Oben: Der Papst Im Papstmobil durch Neufundland, 1984, auf dem
Weg zur Segnung der Fischereiflotte
(aus der Weltwoche Nr 23.04)
Unten:
Die vom Papst gesegnete Hochsee-Fischerei im Einsatz

Wenn Papst Johannes Paul II. Deutsch
spricht, pflegt er auf polnische Art das ö durch ein e zu ersetzen: Herr,
erlese uns von dem Besen. (nach Niklaus Meienberg)
*
"Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die
menschliche Dummheit.
Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher."
Albert Einstein
*
Bildung kommt von Bildschirm und nicht
von Buch, sonst hiesse es Buchung. Dieter Hildebrandt
*
Fleisch-propagierender Diät-Guru starb an Verfettung
(Weltwoche14.04):

*
Wenn ein Halbschlauer in einem Sportstadion ein
provokatives Spruchband aufhält, ist das ein Medien-Ereignis, über das sogar
die Tagesschau des Schweizer Fernsehens berichtet. Wenn der VgT unglaubliche
Missstände aufdeckt, schweigen die gleichen Medien. Das nationale Tagesthema
vom 9. Februar 2004 (Spruchband "Danke Leibacher") hat wieder einmal die Lage der Nation klar gemacht.
*
Der Frühling naht: Die Eier werden billiger und die
Mädchen williger.
*
Der Vorteil der Demokratie: Wer recht hat, kann überstimmt
werden.
*
Der schlimmste Teufel ist einer, der betet.
*
Parodie auf die
Entenjagd
*
Der geborene Pessimist wählt von zwei Übeln beide.
*
Tiere unterscheiden sich nach Arten,
Menschen nach ihren Unarten!
*
Winter in Tuttwil, 26. Dezember 2003:


*

*
Wen
wunderts: Die Schweinemäster sind mit dem Bundesrat zufrieden,
nicht aber mit dem VgT
*
Aus Schulaufsätzen:
-
Wenn man kranke Kühe isst, kriegt man ISDN.
-
Die Fischstäbchen sind schon lange tot. Die
können nicht mehr schwimmen.
-
Bei uns dürfen Männer nur eine Frau heiraten.
Das nennt man Monotonie.
*
Mann kann die feministische
Sprachverhunzung auch übertreiben. Da sagte zB ein Bundesrichter im
Verlaufe einer Urteilsberatung über frauendiskriminierende Löhne: «...und
nun beschweren sich die Krankenschwestern und Krankenschwesterinnen.»
Wenn es denn unbedingt sein muss, dass stets und überall beide Geschlechter
(warum nicht auch die Kinder und unsere Haustiere?) ausdrücklich miterwähnt
werden, wäre die folgende Eröffnung einer Versammlung wenigstens
konsequent: "Liebe Mitglieder und Mitbrüste..."
*
Verblüffendes Ergebnis der Volkszählung
*
Am 10. Dezember wird die Bundesratswahl
wohl etwas hitziger verlaufen als nach dieser Darstellung aus dem Jahr 1999 in der Weltwoche.
An der tierschutzfeindlichen Politik des Bundesrates wird sich jedoch mit
oder ohne Blocher wenig ändern.

*
Frauen mögen
lieber zärtliche als fleischfressende Männer:

*
Es gibt viele Heuchler in der Politik. Mehr
hat es wohl nur noch in der Kirche. Christoph Blocher
*
Migros verkauft wieder
Stopfleber und Froschschenkel:

*
In Neapel lassen sich
Mädchen zu bauchfreien TV-Showgirls ausbilden. Die «Berufsschule» wird mit
EU-Geldern finanziert. (Tages-Anzeiger vom 19.9.03).
EU = Europäischer Unsinn - nicht nur bei der Subventionierung
tierquälerischer Tiertransporte
*
The VgT-Hiphop: Eine musikalische Kreation
basierend auf Original-Telefonstimmen.
Komponist: DJ Rabbit aus Hubersdorf
*
Laut dem Präsidenten der
Rassismuskommission ist - wer gegen das grausame, betäubungslose
Schächten ist - ein Antisemit. Über das
"friedenstifende" Wirken dieser von der jüdischen Bundesrätin Dreifuss ins
Leben gerufenen Bundesinstanz für moderne Inquisition schrieb
Christoph Mörgeli (Historiker und
SVP-Nationalrat) in der Weltwochen Nr 38.03 (hier auszugsweise
wiedergegeben):
Seit einigen Jahren wacht
die Eidgenössische Rassismuskommission über die rechtgläubige Auslegung
multikultureller Dogmen. Diese zeitgemässe Form der Inquisition treibt
mitunter sonderbare Blüten. So steht jeder Versuch schweizerischer
Identitätswahrung unter Generalverdacht, während Zugewanderte ideologischen
Heimatschutz geniessen. Auch dann, wenn es um offenen Nationalismus oder
Gebräuche geht, die sich mit unseren Konventionen schwer vertragen.
Halbjährlich veröffentlicht die Rassismuskommission ein Bulletin. In dieser
Reihe erschien auch die Schrift «Muslime in der Schweiz», worin sich die
Autoren u.a. zum Thema Gewalt in der Familie äusserten. Da heisst es etwa:
«Manche Betreuer und Betreuerinnen von Migranten und Migrantinnen haben Mühe
damit, dass Kinder häufig geschlagen werden. Schläge sind in muslimischen
Familien ein anerkanntes Erziehungsmittel. Erwachsene Männer erzählen
bisweilen mit liebevollem Stolz, wie oft sie von ihrem Vater verprügelt
wurden und wie gut er es mit ihnen gemeint habe.» (Wie rührend. Es sei an
dieser Stelle auch an so pittoreske Bräuche wie Zwangsheiraten,
Klitorisbeschneidung und Steinigung erinnert.)
«Eine Realität, die uns hie und da» (aber nicht wirklich oft) «zu schaffen
macht, ist das Schlagen von Frauen durch ihre Männer... Den geschlagenen
Frauen ist das, was ihnen widerfährt, oft schon von der Mutter, der
Schwester, Nachbarin her bekannt.» (Ach so.) «Das Schlagen ist Privatsache,
man mischt sich nicht ein.» (Bitte mehr Respekt vor der Privatsphäre. Lasst
die Männer weiterprügeln, sie meinen es ja nur gut; siehe oben.)
Und noch eine gute Nachricht: Der Bund hat im Jahr 2002 von den budgetierten
3425000 Franken für «Sensibilisierungsprojekte» im Bereich
Rassismusprävention lediglich 3424990 beansprucht.
*

Eine kleine Pressemeldung der letzten Tage: 530
Schweine verbrannt. Vielleicht war dieser Tod nicht schlimmer, als der, der
ihnen sowieso bevorstand: Die Schweine wären gerade "reif" gewesen,
schluchtzte der Mäster. Frage: wie kann eine Backstein-Schweinefabrik - in der
es nicht einmal Stroh hat! - überhaupt anfangen zu brennen? Dass niemand das Feuer
rechtzeitig bemerkt hat, erstaunt weniger. Die intensive Tierbetreuung,
welche unsere lieben "Bauern" ihren Ausnutztieren gewähren, beträgt
9.2 Sekunden pro Tier täglich (siehe das
Verkaufsinserat für eine
Schweinefabrik). Erwin Kessler
*
Der STS und der Kassensturz
haben aufgedeckt, wie in Italien Kühe ihr ganzes Leben an der Kette
gehalten werden. Gut gemacht! Dafür werdet ihr nur Beifall ernten. Das
Aufdecken der nicht minder grässlichen Zustände in der Schweiz übelässt ihr
gerne mir, denn dafür gibt es weniger Beifall, dafür Verleumdungskampagnen
der Tierquälermafia, unterstützt von Staatsterror bis hin zu Gefängnis.
Erwin Kessler, Präsident VgT
*
Erwin Kessler zu seiner
Verurteilung zu 5 Monaten
Gefängnis unbedingt, wegen seiner Kritik am grausamen betäubungslosen Schächten:
"Wer zugunsten der Schwachen und Wehrlosen gegen den Unrechtsstaat zu Felde
zieht, muss damit rechnen, dass sich der Staatsterror auch gegen ihn selber
richtet. Das war schon immer so: Bei der Befreiung der Sklaven, der Indianer,
der Frauen... Aber ich wäre nicht Robin Hood der Tiere, wenn ich nicht noch ein
paar entscheidende Pfeile im Köcher hätte."
*
Ein Bericht für eine Akademie
Von Erwin Kessler vorgeschlagener
alternativer Titel: "Ein Busch-Affe im Reich der Bush-Affen"
Hohe Herren von der Akademie!
Sie erweisen mir die Ehre, mich aufzufordern, der Akademie einen
Bericht über mein äffisches Vorleben einzureichen.
In diesem Sinne kann ich leider der Aufforderung nicht
nachkommen. Nahezu fünf Jahre trennen mich vom Affentum, eine Zeit,
kurz vielleicht am Kalender gemessen, unendlich lang aber
durchzugaloppieren, so wie ich es getan habe, streckenweise
begleitet von vortrefflichen Menschen, Ratschlägen, Beifall und
Orchestralmusik, aber im Grunde allein, denn alle Begleitung hielt
sich, um im Bilde zu bleiben, weit von der Barriere. Diese Leistung
wäre unmöglich gewesen, wenn ich eigensinnig hätte an meinem
Ursprung, an den Erinnerungen der Jugend festhalten wollen. Gerade
Verzicht auf jeden Eigensinn war das oberste Gebot, das ich mir
auferlegt hatte; ich, freier Affe, fügte mich diesem Joch. Dadurch
verschlossen sich mir aber ihrerseits die Erinnerungen immer mehr.
War mir zuerst die Rückkehr, wenn die Menschen gewollt hätten,
freigestellt durch das ganze Tor, das der Himmel über der Erde
bildet, wurde es gleichzeitig mit meiner vorwärtsgepeitschten
Entwicklung immer niedriger und enger; wohler und eingeschlossener
fühlte ich mich in der Menschenwelt; der Sturm, der mir aus meiner
Vergangenheit nachblies, sänftigte sich; heute ist es nur ein
Luftzug, der mir die Fersen kühlt; und das Loch in der Ferne, durch
das er kommt und durch das ich einstmals kam, ist so klein geworden,
daß ich, wenn überhaupt die Kräfte und der Wille hinreichen würden,
um bis dorthin zurückzulaufen, das Fell vom Leib mir schinden müßte,
um durchzukommen. Offen gesprochen, so gerne ich auch Bilder wähle
für diese Dinge, offen gesprochen: Ihr Affentum, meine Herren,
sofern Sie etwas Derartiges hinter sich haben, kann Ihnen nicht
ferner sein als mir das meine. An der Ferse aber kitzelt es jeden,
der hier auf Erden geht: den kleinen Schimpansen wie den großen
Achilles.
In eingeschränktestem Sinn aber kann ich doch vielleicht Ihre
Anfrage beantworten und ich tue es sogar mit großer Freude.
Das erste, was ich lernte, war: den Handschlag geben; Handschlag
bezeigt Offenheit; mag nun heute, wo ich auf dem Höhepunkt meiner
Laufbahn stehe, zu jenem ersten Handschlag auch das offene Wort
hinzukommen. Es wird für die Akademie nichts wesentlich Neues
beibringen und weit hinter dem zurückbleiben, was man von mir
verlangt hat und was ich beim besten Willen nicht sagen kann -
immerhin, es soll die Richtlinie zeigen, auf welcher ein gewesener
Affe in die Menschenwelt eingedrungen ist und sich dort festgesetzt
hat. Doch dürfte ich selbst das Geringfügige, was folgt, gewiß nicht
sagen, wenn ich meiner nicht völlig sicher wäre und meine Stellung
auf allen großen Varietébühnen der zivilisierten Welt sich nicht bis
zur Unerschütterlichkeit gefestigt hätte:
Ich stamme von der Goldküste. Darüber, wie ich eingefangen wurde,
bin ich auf fremde Berichte angewiesen. Eine Jagdexpedition der
Firma Hagenbeck - mit dem Führer habe ich übrigens seither schon
manche gute Flasche Rotwein geleert - lag im Ufergebüsch auf dem
Anstand, als ich am Abend inmitten eines Rudels zur Tränke lief. Man
schoß; ich war der einzige, der getroffen wurde; ich bekam zwei
Schüsse.
Einen in die Wange; der war leicht; hinterließ aber eine große
ausrasierte rote Narbe, die mir den widerlichen, ganz und gar
unzutreffenden, förmlich von einem Affen erfundenen Namen Rotpeter
eingetragen hat, so als unterschiede ich mich von dem unlängst
krepierten, hie und da bekannten, dressierten Affentier Peter nur
durch den roten Fleck auf der Wange. Dies nebenbei.
Der zweite Schuß traf mich unterhalb der Hüfte. Er war schwer, er
hat es verschuldet, daß ich noch heute ein wenig hinke. Letzthin las
ich in einem Aufsatz irgendeines der zehntausend Windhunde, die sich
in den Zeitungen über mich auslassen: meine Affennatur sei noch
nicht ganz unterdrückt; Beweis dessen sei, daß ich, wenn Besucher
kommen, mit Vorliebe die Hosen ausziehe, um die Einlaufstelle jenes
Schusses zu zeigen. Dem Kerl sollte jedes Fingerchen seiner
schreibenden Hand einzeln weggeknallt werden. Ich, ich darf meine
Hosen ausziehen, vor wem es mir beliebt; man wird dort nichts finden
als einen wohlgepflegten Pelz und die Narbe nach einem - wählen wir
hier zu einem bestimmten Zwecke ein bestimmtes Wort, das aber nicht
mißverstanden werden wolle - die Narbe nach einem frevelhaften
Schuß. Alles liegt offen zutage; nichts ist zu verbergen; kommt es
auf Wahrheit an, wirft jeder Großgesinnte die allerfeinsten Manieren
ab. Würde dagegen jener Schreiber die Hosen ausziehen, wenn Besuch
kommt, so hätte dies allerdings ein anderes Ansehen, und ich will es
als Zeichen der Vernunft gelten lassen, daß er es nicht tut. Aber
dann mag er mir auch mit seinem Zartsinn vom Halse bleiben.
Nach jenen Schüssen erwachte ich - und hier beginnt allmählich
meine eigene Erinnerung - in einem Käfig im Zwischendeck des
Hagenbeckschen Dampfers. Es war kein vierwandiger Gitterkäfig;
vielmehr waren nur drei Wände an einer Kiste festgemacht; die Kiste
also bildete die vierte Wand. Das Ganze war zu niedrig zum
Aufrechtstehen und zu schmal zum Niedersitzen. Ich hockte deshalb
mit eingebogenen, ewig zitternden Knien, und zwar, da ich zunächst
wahrscheinlich niemanden sehen und immer nur im Dunkeln sein wollte,
zur Kiste gewendet, während sich mir hinten die Gitterstäbe ins
Fleisch einschnitten. Man hält eine solche Verwahrung wilder Tiere
in der allerersten Zeit für vorteilhaft, und ich kann heute nach
meiner Erfahrung nicht leugnen, daß dies im menschlichen Sinn
tatsächlich der Fall ist.
Daran dachte ich aber damals nicht. Ich war zum erstenmal in
meinem Leben ohne Ausweg; zumindest geradeaus ging es nicht;
geradeaus vor mir war die Kiste, Brett fest an Brett gefügt. Zwar
war zwischen den Brettern eine durchlaufende Lücke, die ich, als ich
sie zuerst entdeckte, mit dem glückseligen Heulen des Unverstandes
begrüßte, aber diese Lücke reichte bei weitem nicht einmal zum
Durchstecken des Schwanzes aus und war mit aller Affenkraft nicht zu
verbreitern.
Ich soll, wie man mir später sagte, ungewöhnlich wenig Lärm
gemacht haben, woraus man schloß, daß ich entweder bald eingehen
müsse oder daß ich, falls es mir gelingt, die erste kritische Zeit
zu überleben, sehr dressurfähig sein werde. Ich überlebte diese
Zeit. Dumpfes Schluchzen, schmerzhaftes Flöhesuchen, müdes Lecken
einer Kokosnuß, Beklopfen der Kistenwand mit dem Schädel,
Zungenblecken, wenn mir jemand nahekam - das waren die ersten
Beschäftigungen in dem neuen Leben. In alledem aber doch nur das
eine Gefühl: kein Ausweg. Ich kann natürlich das damals affenmäßig
Gefühlte heute nur mit Menschenworten nachzeichnen und verzeichne es
infolgedessen, aber wenn ich auch die alte Affenwahrheit nicht mehr
erreichen kann, wenigstens in der Richtung meiner Schilderung liegt
sie, daran ist kein Zweifel.
Ich hatte doch so viele Auswege bisher gehabt und nun keinen
mehr. Ich war festgerannt. Hätte man mich angenagelt, meine
Freizügigkeit wäre dadurch nicht kleiner geworden. Warum das? Kratz
dir das Fleisch zwischen den Fußzehen auf, du wirst den Grund nicht
finden. Drück dich hinten gegen die Gitterstange, bis sie dich fast
zweiteilt, du wirst den Grund nicht finden. Ich hatte keinen Ausweg,
mußte mir ihn aber verschaffen, denn ohne ihn konnte ich nicht
leben. Immer an dieser Kistenwand - ich wäre unweigerlich verreckt.
Aber Affen gehören bei Hagenbeck an die Kistenwand - nun, so hörte
ich auf, Affe zu sein. Ein klarer, schöner Gedankengang, den ich
irgendwie mit dem Bauch ausgeheckt haben muß, denn Affen denken mit
dem Bauch.
Ich habe Angst, daß man nicht genau versteht, was ich unter
Ausweg verstehe. Ich gebrauche das Wort in seinem gewöhnlichsten und
vollsten Sinn. Ich sage absichtlich nicht Freiheit. Ich meine nicht
dieses große Gefühl der Freiheit nach allen Seiten. Als Affe kannte
ich es vielleicht und ich habe Menschen kennengelernt, die sich
danach sehnen. Was mich aber anlangt, verlangte ich Freiheit weder
damals noch heute. Nebenbei: mit Freiheit betrügt man sich unter
Menschen allzuoft. Und so wie die Freiheit zu den erhabensten
Gefühlen zählt, so auch die entsprechende Täuschung zu den
erhabensten. Oft habe ich in den Varietés vor meinem Auftreten
irgendein Künstlerpaar oben an der Decke an Trapezen hantieren
sehen. Sie schwangen sich, sie schaukelten, sie sprangen, sie
schwebten einander in die Arme, einer trug den andern an den Haaren
mit dem Gebiß. ›Auch das ist Menschenfreiheit‹, dachte ich,
›selbstherrliche Bewegung.‹ Du Verspottung der heiligen Natur! Kein
Bau würde standhalten vor dem Gelächter des Affentums bei diesem
Anblick.
Nein, Freiheit wollte ich nicht. Nur einen Ausweg; rechts, links,
wohin immer; ich stellte keine anderen Forderungen; sollte der
Ausweg auch nur eine Täuschung sein; die Forderung war klein, die
Täuschung würde nicht größer sein. Weiterkommen, weiterkommen! Nur
nicht mit aufgehobenen Armen stillestehn, angedrückt an eine
Kistenwand.
Heute sehe ich klar: ohne größte innere Ruhe hätte ich nie
entkommen können. Und tatsächlich verdanke ich vielleicht alles, was
ich geworden bin, der Ruhe, die mich nach den ersten Tagen dort im
Schiff überkam. Die Ruhe wiederum aber verdankte ich wohl den Leuten
vom Schiff.
Es sind gute Menschen, trotz allem. Gerne erinnere ich mich noch
heute an den Klang ihrer schweren Schritte, der damals in meinem
Halbschlaf widerhallte. Sie hatten die Gewohnheit, alles äußerst
langsam in Angriff zu nehmen. Wollte sich einer die Augen reiben, so
hob er die Hand wie ein Hängegewicht. Ihre Scherze waren grob, aber
herzlich. Ihr Lachen war immer mit einem gefährlich klingenden aber
nichts bedeutenden Husten gemischt. Immer hatten sie im Mund etwas
zum Ausspeien und wohin sie ausspien war ihnen gleichgültig. Immer
klagten sie, daß meine Flöhe auf sie überspringen; aber doch waren
sie mir deshalb niemals ernstlich böse; sie wußten eben, daß in
meinem Fell Flöhe gedeihen und daß Flöhe Springer sind; damit fanden
sie sich ab. Wenn sie dienstfrei waren, setzten sich manchmal einige
im Halbkreis um mich nieder; sprachen kaum, sondern gurrten einander
nur zu; rauchten, auf Kisten ausgestreckt, die Pfeife; schlugen sich
aufs Knie, sobald ich die geringste Bewegung machte; und hie und da
nahm einer einen Stecken und kitzelte mich dort, wo es mir angenehm
war. Sollte ich heute eingeladen werden, eine Fahrt auf diesem
Schiffe mitzumachen, ich würde die Einladung gewiß ablehnen, aber
ebenso gewiß ist, daß es nicht nur häßliche Erinnerungen sind, denen
ich dort im Zwischendeck nachhängen könnte.
Die Ruhe, die ich mir im Kreise dieser Leute erwarb, hielt mich
vor allem von jedem Fluchtversuch ab. Von heute aus gesehen scheint
es mir, als hätte ich zumindest geahnt, daß ich einen Ausweg finden
müsse, wenn ich leben wolle, daß dieser Ausweg aber nicht durch
Flucht zu erreichen sei. Ich weiß nicht mehr, ob Flucht möglich war,
aber ich glaube es; einem Affen sollte Flucht immer möglich sein.
Mit meinen heutigen Zähnen muß ich schon beim gewöhnlichen
Nüsseknacken vorsichtig sein, damals aber hätte es mir wohl im Laufe
der Zeit gelingen müssen, das Türschloß durchzubeißen. Ich tat es
nicht. Was wäre damit auch gewonnen gewesen? Man hätte mich, kaum
war der Kopf hinausgesteckt, wieder eingefangen und in einen noch
schlimmeren Käfig gesperrt; oder ich hätte mich unbemerkt zu anderen
Tieren, etwa zu den Riesenschlangen mir gegenüber flüchten können
und mich in ihren Umarmungen ausgehaucht; oder es wäre mir gar
gelungen, mich bis aufs Deck zu stehlen und über Bord zu springen,
dann hätte ich ein Weilchen auf dem Weltmeer geschaukelt und wäre
ersoffen. Verzweiflungstaten. Ich rechnete nicht so menschlich, aber
unter dem Einfluß meiner Umgebung verhielt ich mich so, wie wenn ich
gerechnet hätte.
Ich rechnete nicht, wohl aber beobachtete ich in aller Ruhe. Ich
sah diese Menschen auf und ab gehen, immer die gleichen Gesichter,
die gleichen Bewegungen, oft schien es mir, als wäre es nur einer.
Der Mensch oder diese Menschen gingen also unbehelligt. Ein hohes
Ziel dämmerte mir auf. Niemand versprach mir, daß, wenn ich so wie
sie werden würde, das Gitter aufgezogen werde. Solche Versprechungen
für scheinbar unmögliche Erfüllungen werden nicht gegeben. Löst man
aber die Erfüllungen ein, erscheinen nachträglich auch die
Versprechungen genau dort, wo man sie früher vergeblich gesucht hat.
Nun war an diesen Menschen an sich nichts, was mich sehr verlockte.
Wäre ich ein Anhänger jener erwähnten Freiheit, ich hätte gewiß das
Weltmeer dem Ausweg vorgezogen, der sich mir im trüben Blick dieser
Menschen zeigte. Jedenfalls aber beobachtete ich sie schon lange
vorher, ehe ich an solche Dinge dachte, ja die angehäuften
Beobachtungen drängten mich erst in die bestimmte Richtung.
Es war so leicht, die Leute nachzuahmen. Spucken konnte ich schon
in den ersten Tagen. Wir spuckten einander dann gegenseitig ins
Gesicht; der Unterschied war nur, daß ich mein Gesicht nachher
reinleckte, sie ihres nicht. Die Pfeife rauchte ich bald wie ein
Alter; drückte ich dann auch noch den Daumen in den Pfeifenkopf,
jauchzte das ganze Zwischendeck; nur den Unterschied zwischen der
leeren und der gestopften Pfeife verstand ich lange nicht.
Die meiste Mühe machte mir die Schnapsflasche. Der Geruch
peinigte mich; ich zwang mich mit allen Kräften; aber es vergingen
Wochen, ehe ich mich überwand. Diese inneren Kämpfe nahmen die Leute
merkwürdigerweise ernster als irgend etwas sonst an mir. Ich
unterscheide die Leute auch in meiner Erinnerung nicht, aber da war
einer, der kam immer wieder, allein oder mit Kameraden, bei Tag, bei
Nacht, zu den verschiedensten Stunden; stellte sich mit der Flasche
vor mich hin und gab mir Unterricht. Er begriff mich nicht, er
wollte das Rätsel meines Seins lösen. Er entkorkte langsam die
Flasche und blickte mich dann an, um zu prüfen, ob ich verstanden
habe; ich gestehe, ich sah ihm immer mit wilder, mit überstürzter
Aufmerksamkeit zu; einen solchen Menschenschüler findet kein
Menschenlehrer auf dem ganzen Erdenrund; nachdem die Flasche
entkorkt war, hob er sie zum Mund; ich mit meinen Blicken ihm nach
bis in die Gurgel; er nickt, zufrieden mit mir, und setzt die
Flasche an die Lippen; ich, entzückt von allmählicher Erkenntnis,
kratze mich quietschend der Länge und Breite nach, wo es sich
trifft; er freut sich, setzt die Flasche an und macht einen Schluck;
ich, ungeduldig und verzweifelt, ihm nachzueifern, verunreinige mich
in meinem Käfig, was wieder ihm große Genugtuung macht; und nun weit
die Flasche von sich streckend und im Schwung sie wieder
hinaufführend, trinkt er sie, übertrieben lehrhaft zurückgebeugt,
mit einem Zuge leer. Ich, ermattet von allzu großem Verlangen, kann
nicht mehr folgen und hänge schwach am Gitter, während er den
theoretischen Unterricht damit beendet, daß er sich den Bauch
streicht und grinst.
Nun erst beginnt die praktische Übung. Bin ich nicht schon allzu
erschöpft durch das Theoretische? Wohl, allzu erschöpft. Das gehört
zu meinem Schicksal. Trotzdem greife ich, so gut ich kann, nach der
hingereichten Flasche; entkorke sie zitternd; mit dem Gelingen
stellen sich allmählich neue Kräfte ein; ich hebe die Flasche, vom
Original schon kaum zu unterscheiden; setze sie an und - und werfe
sie mit Abscheu, mit Abscheu, trotzdem sie leer ist und nur noch der
Geruch sie füllt, werfe sie mit Abscheu auf den Boden. Zur Trauer
meines Lehrers, zur größeren Trauer meiner selbst; weder ihn noch
mich versöhne ich dadurch, daß ich auch nach dem Wegwerfen der
Flasche nicht vergesse, ausgezeichnet meinen Bauch zu streichen und
dabei zu grinsen.
Allzuoft nur verlief so der Unterricht. Und zur Ehre meines
Lehrers: er war mir nicht böse; wohl hielt er mir manchmal die
brennende Pfeife ans Fell, bis es irgendwo, wo ich nur schwer
hinreichte, zu glimmen anfing, aber dann löschte er es selbst wieder
mit seiner riesigen guten Hand; er war mir nicht böse, er sah ein,
daß wir auf der gleichen Seite gegen die Affennatur kämpften und daß
ich den schwereren Teil hatte.
Was für ein Sieg dann allerdings für ihn wie für mich, als ich
eines Abends vor großem Zuschauerkreis - vielleicht war ein Fest,
ein Grammophon spielte, ein Offizier erging sich zwischen den Leuten
- als ich an diesem Abend, gerade unbeachtet, eine vor meinem Käfig
versehentlich stehengelassene Schnapsflasche ergriff, unter
steigender Aufmerksamkeit der Gesellschaft sie schulgerecht
entkorkte, an den Mund setzte und ohne Zögern, ohne Mundverziehen,
als Trinker von Fach, mit rund gewälzten Augen, schwappender Kehle,
wirklich und wahrhaftig leer trank; nicht mehr als Verzweifelter,
sondern als Künstler die Flasche hinwarf; zwar vergaß den Bauch zu
streichen; dafür aber, weil ich nicht anders konnte, weil es mich
drängte, weil mir die Sinne rauschten, kurz und gut »Hallo!«
ausrief, in Menschenlaut ausbrach, mit diesem Ruf in die
Menschengemeinschaft sprang und ihr Echo - »Hört nur, er spricht!«
wie einen Kuß auf meinem ganzen schweißtriefenden Körper fühlte.
Ich wiederhole: es verlockte mich nicht, die Menschen
nachzuahmen; ich ahmte nach, weil ich einen Ausweg suchte, aus
keinem anderen Grund. Auch war mit jenem Sieg noch wenig getan. Die
Stimme versagte mir sofort wieder; stellte sich erst nach Monaten
ein; der Widerwille gegen die Schnapsflasche kam sogar noch
verstärkter. Aber meine Richtung allerdings war mir ein für allemal
gegeben.
Als ich in Hamburg dem ersten Dresseur übergeben wurde, erkannte
ich bald die zwei Möglichkeiten, die mir offenstanden: Zoologischer
Garten oder Varieté. Ich zögerte nicht. Ich sagte mir: setze alle
Kraft an, um ins Varieté zu kommen; das ist der Ausweg; Zoologischer
Garten ist nur ein neuer Gitterkäfig; kommst du in ihn, bist du
verloren.
Und ich lernte, meine Herren. Ach, man lernt, wenn man muß; man
lernt, wenn man einen Ausweg will; man lernt rücksichtslos. Man
beaufsichtigt sich selbst mit der Peitsche; man zerfleischt sich
beim geringsten Widerstand. Die Affennatur raste, sich überkugelnd,
aus mir hinaus und weg, so daß mein erster Lehrer selbst davon fast
äffisch wurde, bald den Unterricht aufgeben und in eine Heilanstalt
gebracht werden mußte. Glücklicherweise kam er bald wieder hervor.
Aber ich verbrauchte viele Lehrer, ja sogar einige Lehrer
gleichzeitig. Als ich meiner Fähigkeiten schon sicherer geworden
war, die Öffentlichkeit meinen Fortschritten folgte, meine Zukunft
zu leuchten begann, nahm ich selbst Lehrer auf, ließ sie in fünf
aufeinanderfolgenden Zimmern niedersetzen und lernte bei allen
zugleich, indem ich ununterbrochen aus einem Zimmer ins andere
sprang.
Diese Fortschritte! Dieses Eindringen der Wissensstrahlen von
allen Seiten ins erwachende Hirn! Ich leugne nicht: es beglückte
mich. Ich gestehe aber auch ein: ich überschätzte es nicht, schon
damals nicht, wieviel weniger heute. Durch eine Anstrengung, die
sich bisher auf der Erde nicht wiederholt hat, habe ich die
Durchschnittsbildung eines Europäers erreicht. Das wäre an sich
vielleicht gar nichts, ist aber insofern doch etwas, als es mir aus
dem Käfig half und mir diesen besonderen Ausweg, diesen
Menschenausweg verschaffte. Es gibt eine ausgezeichnete deutsche
Redensart: sich in die Büsche schlagen; das habe ich getan, ich habe
mich in die Büsche geschlagen. Ich hatte keinen anderen Weg, immer
vorausgesetzt, daß nicht die Freiheit zu wählen war.
Überblicke ich meine Entwicklung und ihr bisheriges Ziel, so
klage ich weder, noch bin ich zufrieden. Die Hände in den
Hosentaschen, die Weinflasche auf dem Tisch, liege ich halb, halb
sitze ich im Schaukelstuhl und schaue aus dem Fenster. Kommt Besuch,
empfange ich ihn, wie es sich gebührt. Mein Impresario sitzt im
Vorzimmer; läute ich, kommt er und hört, was ich zu sagen habe. Am
Abend ist fast immer Vorstellung, und ich habe wohl kaum mehr zu
steigernde Erfolge. Komme ich spät nachts von Banketten, aus
wissenschaftlichen Gesellschaften, aus gemütlichem Beisammensein
nach Hause, erwartet mich eine kleine halbdressierte Schimpansin und
ich lasse es mir nach Affenart bei ihr wohlgehen. Bei Tag will ich
sie nicht sehen; sie hat nämlich den Irrsinn des verwirrten
dressierten Tieres im Blick; das erkenne nur ich, und ich kann es
nicht ertragen.
Im ganzen habe ich jedenfalls erreicht, was ich erreichen wollte.
Man sage nicht, es wäre der Mühe nicht wert gewesen. Im übrigen will
ich keines Menschen Urteil, ich will nur Kenntnisse verbreiten, ich
berichte nur, auch Ihnen, hohe Herren von der Akademie, habe ich nur
berichtet.
*

*
In Jordanien sind sieben Schlachthofarbeiter bei
Reinigungsarbeiten im Tierblut ertrunken. Die Arbeiter seien im Gestank
ohnmächtig geworden. - Sehr gut, sollte öfters passieren.
*
Schon oft hatte ich den Eindruck, nicht mehr zu
überbietende Justizwillkür zu erleben. Und immer tüftelt die politische
Justiz dieses Unrechtstaates noch Kaltblütigeres, Krasseres aus, um mich
fertig zu machen. Der neuste Rekord kann das Bezirksgericht Münchwilen für
sich verbuchen mit seinem
Urteil, die
jüdische Verleumdung, ich würde aus antisemitischen Gründen gefälschte
Talmud-Zitate verbreiten, sei nicht ehrverletztend. Wie kommt das das
Gericht dazu? Ganz einfach: Gegen diese vom Juden Pascal Krauthammer in
seiner Pseudo-Dissertation über das Schächten verbreitete Verleumdung erhob
ich Klage wegen Persönlichkeitsverletzung. Vor Gericht musste Krauthammer
zugeben, dass die Talmudzitate nicht gefälscht sind. Da war guter Rat teuer
für das Gericht, das aus politischen Gründen dem Juden um jeden Preis Recht,
und dem VgT-Präsidenten um jeden Preis Unrecht geben wollte. Das Problem
löste es schliesslich mit der Feststellung, diese Verleumdung sei nicht
ehrverletzend, weshalb die Klage auf Richtigstellung abzuweisen sei... Dazu
meine ich: Mit solchen miesen Mätzchen wird in der Schweiz seit Jahren
Judenfeindlichkeit geradezu erzwungen - und dann lautstark beklagt. Erwin
Kessler.
*
Kühe haben bald nur noch in der Werbung und auf
Briefmarken Hörner.
In Wirklichkeit werden Sie rücksichtslos enthornt, dh
verstümmelt,
und mit lächerlichen, riesigen Ohrmarken versehen, und dies gleich doppelt,
da gelegentlich eine ausgerissen - auah! - wird:
von Jürg Streun
*

*
Meinen Erfolg
verdanke ich vielen Ratschlägen, die ich nicht befolgt habe. Erwin
Kessler
*
Wie immer, wenn wieder eine neue
Ausgabe der VgT-Nachrichten in die Briefkästen flattert, schnorren auch
jetzt wieder die Bush-Affen auf meinen
Telefonbeantworter. Sie regen sich nicht über das Elend der Nutztiere auf,
sonder darüber, dass ich dieses bekannt mache. Ein giftiges Weib schrie in
ihrem Walliser Dialekt auf den Beantworter, die Bilder seien
"geschäftsschädigend". Das will ich doch sehr hoffen!- Ein netter Bündner - ein brutal
Netter! - lobpreiste leise und sehr höflich, wie "viele Generationen
glücklicher Kühe" in Stall von Silvio Rizzi in Sarn doch gelebt
hätten und ich solle mich doch besser um den Thurgau kümmern als um
Graubünden. Diesen Vorschlag werde ich nicht befolgen.
Lasst euch sagen, ihr Tierquäler, samt euren Hintermännern und
Schreibtischtätern: der VgT kommt wieder und wieder, ganz im Sinne
Bertold Brechts...
Erwin Kessler, Chefredaktor der VgT-Nachrichten
*

Keine Angst! Hier wird nicht
gefressen, sondern geschmust. Die Tigerin wurde während vier Monaten
gemeinsam mit mehreren Ferkeln von einer Muttersau grossgezogen.
*
Wenn dir das Wassser bis zum Hals
steht, darfst du den Kopf nicht hängen lassen.
*
Schafherde an der Thur bei Frauenfeld, 4.
Mai 2003 (Foto Erwin Kessler):

*
Die "Infra"struktur des VgT unter dem Schreibtisch des
VgT-Präsidenten:

*
Politiker halten lieber zehn mal eine
Rede als einmal ihr Wort.
*
Gedanken zum Palmsonntag:
Ich klage Gott, den Allmächtigen, an, sich der
trillionenfach der unterlassenen Nothilfe bei Massenverbrechen an Wehrlosen schuldig gemacht zu haben. Wie kann man nur einen solchen
Verbrecher gegen die Menschlichkeit anbeten und verehren!
Erwin Kessler
> Forum-Diskussion dazu
*

"Meine Freunde" (Enten im Garten von
Erwin Kessler)
*
Traue keinem Politiker, den du nicht selbst bestochen
hast.
*

Strubelpeter
(Foto Erwin Kessler, Tuttwil, 9.3.03)
*
Neues von Radio Mundtot
*
In der Schweiz, das hat sich bewährt,
muss man immer zuerst die Obrigkeit fragen, ob man gegen sie demonstrieren
darf. Niklaus Meienberg
*
An die
Nachgeborenen, von Bert Brecht
*
Zum ersten
mal in ihrer Amtszeit lügen Bundesräte bei ihrem Vereidigungs-Schwur.
*
Humor macht düstere
Zeiten erträglicher:
Dubel
der Erste
Dubel der Zweite
*

Rinder im Schnee in Tuttwil
Aufnahme Erwin Kessler
*
Sterbehilfe
Am 18. Februar 2003 ist
der mutige Pionier, Dr Peter Baumann, Präsident des Vereins Suizidhilfe, der nichts rechtswidriges getan hat,
verhaftet worden. Staatsterror. Dieser Unrechtsstaat schreckt vor nichts zurück.
Wenn gewisse mächtige Kreise im Hintergrund die Fäden ziehen, wird die
Justiz zum willigen Mittel der Politik. Gestapo-Methoden, wie sie auch gegen
Tierschützer Erwin Kessler unden VgT angewendet werden (>
Justiz- und Verwaltungswillkür gegen den
VgT). Bei den schlimmsten Tierquälern und den korrupten Beamten gibt es
nie Verhaftungen!
Während gesunde Tiere massenhaft getötet werden,
dürfen kranke Menschen nicht sterben. Töten auf Verlangen aus Mitleid wird
in dieser scheinheilig-anthropozentrischen Gesellschaft
kriminalisiert.Der Berner Strafrechtsprofessor Karl-Ludwig Kunz schreibt
kritisch dazu:
"Das Verbot der aktiven Sterbehilfe trotz
Erlösungswunsch eines in der Sterbephase befindlichen schwer leidenden
Menschen stützt sich auf die angebliche Uneinschränkbarkeit des
Fremdtötungsverbotes... Dieses Verbot bezieht seine Legitimität aus der
Unerträglichkeit einer Fremdbestimmung über das Sterbenmüssen, wie
sie der Euthanasiepraxis der Natonalsozialisten und ihrem Verständnis eines
'lebensunwerten' Lebens zugrunde lag. Ob hingegen aus dem
Fremdtötungsverbot eine Fremdbestimmung über das Lebenmüssen des
nicht anders von seinem Leiden erlösbaren Sterbewilligen folgt, dürfte
schwerlich begründbar sein, würde damit doch die nationalsozialistische Fremdbestimmung über das Sterbenmüssen
durch die Fremdbestimmung über Lebenmüssen ersetzt."
(Sterbehilfe: Der rechtliche Rahmen und
seine begrenzte Dehnbarkeit, in: Strafrecht, Strafprozessrecht und
Menschenrechte, Festschrift für Stefan Trechsel, 2002)
Mit anderen Worten: Die Netten,
Sozialen, Gottesfürchtigen können mit ihrem Wahn, andere Menschen zu ihrem
Glück und Seelenheil, dh zum hoffnungslosen Leben zwingen zu müssen, so grausam sein, wie die Nazis,
obwohl sie denken, das Gegenteil solcher Unmenschen zu sein. Die Extreme
berühren sich.
*

*
Mann kann sich den ganzen Tag ärgern,
aber man ist dazu nicht verpflichtet.
*
Wir sind nicht nur dafür
verantwortlich,
was wir tun,
sondern auch für das,
was wir nicht tun.
*
Zum Jahresende 2002
Symptom unserer Zeit: Gross, grösser, grounding. Altmodischer
formuliert: Hochmut kommt vor dem Fall. Die grössenwahnsinnige globalisierte
Gesellschaft erstickt geistig und wirtschaftlich an ihrer Mass- und
Grenzenlosigkeit. Immer mehr Menschen verlieren infolge des masslosen
Konsums tierischer Schnellfress-Produkte (fast food) Form und Proportionen
und sterben an krankhaften Wucherungen (Krebs). Die Krankheitskosten wachsen
ins Uferlose, während gleichzeitig die krankmachende Fleisch- und
Eierproduktion staatlich gefördert wird. Der oberste
Bush-Affe will - aus Frust über den
eingestürzten Turmbau zu New-Babel - Krieg gegen die Taliban-Affen. Die zwei
Religionen, welche Tiere barbarisch bei vollem Bewusstsein schächten,
betrachten sich beide als einzige Vertreter Gottes auf Erden und machen sich
gegenseitig die Welt, die nur für sie geschaffen ist, streitig, die einen
von den Bush-Affen, die andere von den Taliban-Affen unterstützt. Derweilen geht die
Klimazerstörung weiter, weil der oberste Bush-Affe lieber mit seiner Armee
Erdöl beschafft, als die masslose Verschwendung einzuschränken. Darum sieht
die Winterlandschaft heute nicht mehr so

aus, sondern nass, grau und dreckig, und selbst die
Kartoffeln und Karotten im Keller beginnen zu wuchern und zu verderben, weil
sie die Welt nicht mehr verstehen: ist nun Winter oder schon (stummer) Frühling?
Vegetarische Lebensweise kann helfen, auf dem
Planet der Bush-Affen die wenigen
wahren Menschen zu finden.
Erwin Kessler
*
Die Freiheit
besteht darin, dass man alles tun kann,
was einem anderen nicht schadet.
Claudius
Gegenvorschlag:
...
was anderen Lebewesen nicht schadet. Erwin Kessler
*

*
Fragt das Kamelkind seinen Vater:
"Du Vater, für was haben wir zwei Höcker?"
Sagt der Vater: " Darin speichern wir Nahrung, wenn wir durch die Wüste
ziehen!" Das Kamelkind fragt weiter: "Du
Vater, für was haben wir so grosse Augenbrauen?"
Der Vater: "Damit uns in der Wüste kein Sand in
die Augen kommt." Das
Kamelkind fragt weiter:"Du Vater, für was haben wir so breite, komische
Füsse?" Der Vater antwortet:" Dass wir in der Wüste nicht einsinken."
Das Kamelkind fragt: "Vater, was machen wir
dann im Zoo?"
*
ERWIN DER SCHRECKLICHE

*

*
Zwei Jäger streifen durch den
Wald. Plötzlich stürzt einer von beiden zu Boden. Er scheint nicht mehr zu
atmen, und die Augen sind nach oben verdreht. Greift sein Kumpel zum Handy
und ruft den Notdienst an. "Mein Freund ist gerade gestorben", kreischt er
ins Telefon, "was soll ich tun?" Die Stimme am anderen Ende versucht ihn zu
beschwichtigen: "Bleiben Sie ganz ruhig. Verlassen Sie sich auf mich. Zuerst
einmal müssen wir sicher sein, ob er auch wirklich tot ist." Einen Moment
lang bleibt es still, dann fällt ein Schuss. Die Stimme des Jägers meldet
sich zurück und sagt: "Das hätten wir. Und jetzt?"
*
Denken ist oft schwerer als man denkt.
*
Mein Leben lang erhoffte ich
eine grosse gute Nachricht; nun hoffe ich nur noch, dass mich keine
Nachricht mehr erreicht.
Karlheinz Deschner in "Nur Lebendiges schwimmt gegen den
Strom"
*
Zur
Milchpreisdebatte:
Wir sind schliesslich keine Kälber
Mit Verlaub: Der Markt bin ich. In den vergangenen Monaten
habe ich den Milchkonsum meiner Familie überprüft. Bis auf das Kleinkind ist
für alle anderen Milch Dessert, das heisst, sie zählt nicht zu den
Grundnahrungsmitteln. Ist ja auch logisch, nicht wahr? Wir sind schliesslich
keine Kälber. Davon kann mich auch die ausgeklügeltste Werbung nicht
überzeugen. Das lässt darauf schliessen, dass eine ganz einfache Kuh, welche
Raufutter frisst, ihr Kalb säugt und daneben noch einige Liter Milch für uns
Menschen übrig hat, für unseren Konsum genügt.
Jacqueline Schlup-Gerber, Wila (ZH)
(Leserbrief in der
NZZ am Sonntag vom 6. Oktober
2002)
*
Nikotinvergiftung? Der Bund hustet jedes Jahr
5.2 Millionen Franken in die Tabak-Prävention. Mit 20 Millionen
subventioniert er die Schweizer Tabakpflanzer.
(Nebelspalter)
*
Nebelspalter
*
"Tiere keine Sachen mehr" im Nationalrat. Dazu Heinz
Rupprecht in der Thurgauer Zeitung vom 19.9.02: "Nicht die Tiere bekommen
mehr Rechte, sondern ihre Besitzer". Das Scharfsinnigste, was diese
Zeitung je geschrieben hat.
*
Kommt eine Frau zu einem Mann und
fragt ihn etwas. Daraufhin sagt der Mann etwas, und die Frau tut etwas. Sagt
der Mann: "Sie haben mich missverstanden, ich habe doch etwas anderes
gemeint."
Nicht lustig? Mag sein. Aber politisch korrekt. Ich habe einfach alles
weggelassen, was irgendjemanden in seinen Gefühlen oder Überzeugungen
verletzen könnte. Charles Lewinsky (Weltwoche
vom 12.9.02)
*
Politische Spielregeln
Sachlich nicht zur Sache kommen.
Vielsagend nichts sagen.
Charakterlos Charakter zeigen.
*
Wenn die Klügeren immer
nachgeben, regieren die Dummen die Welt.
*

Poulet mit Pommes und Erbsen
- guten Appetit!
*
Tatsachen schafft man nicht
dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert.
*
Ist es
doch so, das sich die heutige Haben-Konsum-Gesellschaft nach dem
Drei-Affen-Motto verhält, "nichts Sehen, nichts Hören, nichts Sagen zu
wollen". Wagt es ein an und für sich senkrechter Mensch wie der Schweizer
Extrem-Tierschützer Erwin Kessler - dem nach Jahren vergeblichen Bemühens
verständlicherweise öfters mal die der heutigen Gesellschaft angebrachte
Ausdrucksweise verloren geht - sich für die Würde des Tieres mit aller Kraft
einzusetzen, dann wird er in den Medien zerrissen und sogar von den
Gerichten verurteilt. Aus ethisch-moralischer Sicht wird man dies im
Rückblick einmal anprangern. Ich würde vorschlagen, nicht solange
abzuwarten, sondern Erwin Kessler jetzt schon im Namen der Tiere einen
Verdienstorden zu verleihen.
R T Sonderegger, im Büchlein "Lust am Haben = Verlust des
Seins" (ISBN 3-9521695-1-X)
*
Je mehr Bürger mit Zivilcourage
ein Land hat, desto weniger Helden wird es einmal brauchen.
Franca Magnani
Unglücklich das Land, das keine
Helden hat.
Nein, unglücklich das Land, das Helden braucht.
Bert Brecht
*
Wer mit der
Ess-Genusssucht-Problematik nicht fertig wird, flüchtet oft in die Ausrede
"ich gefalle mir so wie ich bin" und belügt sich zum eigenen Schaden. Und er
oder sie wird trotzdem immer dicker und dicker... Helfen kann nur die
völlige Ehrlichkeit gegenüber sich selbst, gepaart mit einer objektiven
neuen Selbstbetrachtung.
R T Sonderegger, in "Lust am Haben = Verlust des Seins"
(ISBN 3-9521695-1-X)
*
"Immer war mir wichtig, verstanden zu
werden; doch ich sagte nicht alles, was mir wichtig war; keine literarische
Frage - eine des Strafgesetzbuches."
Karlheinz Deschner (sus dem Büchlein "Nur Lebendiges schwimmt gegen den
Strom")
*
Der Bund zahlt jedes Jahr 5.2
Millionen Franken an die Tabak-Prävention und 20 Millionen Franken
Subventionen an die Tabakpflanzer. Warum sind eigentlich die
verantwortlichen Bundesräte Couchepin und Dreifuss nicht wegen
Amtsmissbrauch und Steuergeldunterschlagung im Zuchthaus?
*
Die "Aktion Kinder des
Holocausts" behaupten, ich sei ein Antisemit. Na und? Ausser den Juden
selber gibt es für diese kindischen Denunzianten wohl kaum mehr jemand, der
nicht "Antisemit"ist. Schon wer das grausame
(jüdische) Schächten ablehnt - und das ist die grosse Mehrheit der Schweizer
Bevölkerung, ist ja angeblich "antisemitsch". Na und?
Erwin Kessler
*
Die Thurgauer Regierung findet,
es sei zu teuer, die Abwässer besser zu reinigen, damit man in der
salmonellenverseuchten Thur wieder baden könnte. Nicht zu teuer sind
Staatsmilliarden für Landesausstellung und eine bankrotte
Fluggesellschaft. Reine Gewässer und Gewissen haben in der Schweiz keine
Priorität. Erwin Kessler
*
Fremde Katzen
und Frauen sollte man nicht streicheln, sonst wissen sie nicht mehr, wohin
sie gehören. Erwin Kessler
*
Aus der Mythen-Post (www.mythen-post.ch)
vom Juni 2002:

*
Globalisierung: Die Reichen
werden reicher und die Armen zahlreicher. Max Frisch
*
Gegen Dummheit, Trägheit
und globalisierten Egoismus kämpfen Götter selbst vergebens. Darum ziehe ich mich aus der
aktiven Tierschutzarbeit zurück.
Erwin Kessler, Gründer und Präsident VgT, 16. Juni 2002
*
Ein Fleischfresser über
sich selber: "Ich habe mich in den letzten Jahren sehr entwickelt - vorallem
im Gewicht."
*
Mit einem Kleber ins Gegenteil verkehrte Fleischwerbung (mehr...):

*
Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung.
*
Die Tagesschau des Schweizer
Fernsehens wird je länger je mehr zur langweiligsten
Nachrichtensendung im deutschen Sprachraum. Nicht nur wegen dem läppischen
"und zum Schluss noch dies" von Charles Clerc, sondern vor allem wegen der
unprofessionellen Themen-Auswahl: Während zB über einen Fall von Unzucht mit
Minderjährigen in Schaffhausen beaichtet wird (Sex ist immer gut für
Einschaltquote; für
Tagesschau-Chefredaktor Peter Spring zählt die Mehrheit!), wurde das wegleitende
Bundesgerichtsurteil zur Postzensur mit keinem Wort erwähnt.
Erwin Kessler, 16.5.02
*
Wir dürfen Tiere nicht mit Menschen
vergleichen - denn das wäre eine Degradierung der Tiere.
*
Frühlings-Idylle in Neukirch
an der Thur, Mai 2002: Gänse mit Jungen (leider nicht das Normale):

*
Erfolg hat nur, wer etwas tut,
während er auf den Erfolg wartet. Thomas Edison
*
Die
Abtreibungsgegner gehen mir langsam auf den Wecker! Schreiben mir ständig, bevor man die Tiere so
schütze, solle man doch die ungeborenen Menschen schützen. Siehe das
Beispiel im Forum. Da zeigt es sich,
dass es diesen Moralisten überhaupt nicht um Ethik geht, sondern nur um
christliche Heuchelei. Wirkliche Ethik ist unteilbar und schützt alle
fühlenden und leidenden Geschöpfe, nicht nur die eigene Rasse bzw Spezies.
Mit ihren deplazierten Botschaften entlarven sich die Abtreibungsgegner
als egoistische Rassisten bzw Spezisten.
*
Gemäss Vereinsrechnung
haben die Rechtskosten (Gerichts- und Anwaltskosten) des VgT letztes Jahr weiter
abgenommen, nämlich auf nur noch ca 1.5 % des Jahresumsatzes. Sie sind damit vergleichbar
mit den Telefonkosten. Bin ich schon so angepasst und zahm geworden? Nein! Die
Gefängnisstrafen werden immer länger! Erwin Kessler, Gründer und
Präsident des VgT
*
Heute Samstag, der 13.4.02, ist ein besonderer Tag: Es
hatte keine Post für mich. "Das hat es wirklich noch gar nie gegeben", meinte
der Tuttwiler Posthalter. Beginnt endlich die ersehnte ruhigere Zeit, oder ist das die
Ruhe vor dem Sturm? Erwin Kessler, Präsident VgT
*
Froschschenkel:

*

(aus der Solothurner Zeitung)
Botschafter Borer abgesetzt: Der gleiche
Bundesrat, der das grausame jüdische Schächten befürwortet, kapituliert erneut vor
einer jüdischen Kampagne, diesmal vor der Rufmordkampagne des BLICKs aus
dem RinGier-Verlag. (Ellen Ringier, die Frau des Verlags-Bosses
ist aktive Jüdin und "stolz" auf ihren Tierquäler-Pelzmantel, wie sie
öffentlich sagte). Als Taskforce-Chef war Borer einer der wenigen in
diesem Land, die den Mut hatten, gegen die amerikanisch- jüdische Erpressung der Schweiz
aufzutreten. Die gleiche Feigheit des herrschenden Regimes vor jüdischem Druck hat auch
zu meiner Verurteilung zu Gefängnis
geführt, obwohl ich nichts Rechtswidriges getan, sondern nur jüdische Tierquälerei
kritisiert habe.
Der Blick war übrigens - neben der Juden-Zeitung "Tachles" - die einzige
Zeitung in der Schweiz, welche sich für die Abschaffung des Schächtverbotes stark
gemacht hat.
Nachdem der Name "Swiss" nun
nur noch eine Airline bedeutet, ist es Zeit, für das Land, das diesen
Namendiebstahl mit Milliarden an Steuergeldern auch noch subventionierte, einen
neuen Namen zu suchen. Ich schlage vor: Ringier-Republik. Einen
treffenderen gibt es nicht, nachdem Bundesrat Deiss einen qualifizierten
Botschafter abberufen hat, der jüdischen Kreisen nicht passt und deshalb von den
Ringier-Medien mit einer Dreck-Kampagne angegriffen wurde. Die Abberufung
erfolgte, wie Bundesrat Deiss sagte, unabhängig davon, ob die Rufmord-Kampagne
der Ringier-Medien der Wahrheit entspreche oder nicht. Es genügt für eine
Abberufung, dass der Ringier-Verlag dies so will.
Erwin Kessler, Präsident VgT
*
Schweinemäster als Massen-Killer
Ein Serienkiller ist in Vancouvre wegen fünffachen Mordes angeklagt worden. Der
52-jährige Schweinemäster könnte für 50 Frauenmorde verantwortlich sein. Beim
Durchsuchen der Farm hatte die Polizei Hinweise auf einige in der Region vermissten Frauen
gefunden.(sda 4.4.2002)
*

Angebot der italienischen Firma Rovani für eine Schächtmaschine
mit einer Leistung von "80 Köpfen pro Stunde": http://www.rovani.it/english/boviniframe.htm
*
Den Schächt-Juden und -Moslems zum Auswendiglernen gewidmetes
Zitat von Karlzhein Deschner (
aus dem Büchlein "Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom"):
"Ein wenig Güte ohne alle Religion taugt tausendmal mehr als alle Religion ohne
Güte."
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Ist es Zufall, dass sich in Israel/Palästina ausgerechnet die
beiden Schächt-Religionen so barbarisch bekriegen?
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Die erste "NZZ am Sonntag" ist erschienen: Schön brav
langweilig.
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In Anbetracht der Informationsflut bleibt uns Mensch nichts anderes
übrig,
als uns auf das Unwesentliche zu konzentrieren.
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Infos über
vegetarische Ernährung von Hunden und Katzen
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Abraham Lincoln (1809-1865), 16. Präsident der USA sagte: "Ich
gebe nicht viel auf die Religion eines Mannes, für dessen Hund oder Katze sie nichts
Gutes bedeutet." Gilt wohl auch für geschächtete Schafe, Rinder,
Kälbchen, Hühner usw.
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Eine halbe Wahrheit ist häufig eine grosse Lüge.
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Moralische Bedenken gegen Kalbsbraten? Von Seite der Erzieher nicht. Von
Seite der Jurisprudenz nicht. Von Seite der Moraltheologie nicht. Von tausend anderen
moralischen Seiten ebenfalls nicht. Von der des Kalbes vielleicht?. Karlheinz
Deschner (aus: Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom)
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Im jüdischen BLICK
stellen die Schächtjuden die Frage: "Müssen wir jetzt
auswandern?"
Meine Anwort: "Ja, gerne, wenn euch das leichter fällt, als Vegetarier zu
werden." Erwin Kessler
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Ohne jene, welche die Welt verbessern wollten, doch nicht konnten, wäre
die Welt schlechter.
Karlheinz Deschner (aus: Nur lebendiges schwimmt gegen den Strom)
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Aus dem Tagebuch von Tierschützer Erwin Kessler
1. Februar 2002: Erfolgserlebnis. Heute habe ich beim Abarbeiten von Aktenschichten auf
meinem Schreibtisch in mittlerer Tiefe den lange vermissten Brieföffner wieder gefunden.
Ansonsten sind heute keine Erfolge zu vermelden.
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Darmsaiten (cartoon)
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Japaner züchten Spinat-Schweine
Japanische Forscher wollen erstmals erfolgreich ein Pflanzen-Gen in Säugetiere
eingepflanzt haben. Das Fleisch ihrer Spinat-Schweine soll besonders gesund sein.
(Spiegel-Online-News
26.1.02)
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Schwyz, den 23.1.02
Hallo Erwin
Rat 'mal, wer der 100'000ste VgT-Homepage-Besucher seit dem 4. Juni 1999
ist?
Was gibt's zu gewinnen? 1 Jahres-Abo-VN? VgT-Ehrenmitgliedschaft? VgT-Delegierter im
nächsten "Zischtigsclub"? Heiniger (nach der Sendung) am Telefon:
"Uuuuuhh, Herr Kessler, hättid Ihr mier nid ä Bräverä schicke chönnä...!?"
Gruss Uri
Anmerkung: Urs Beeler, alias Uri, war tatsächlich der 100'000ste Besucher - als
Beweis hat er uns ein Kopie der Homepage mit dem Zählerstand 100'000 geschickt. Urs
Beeler ist der Herausgeber der vom Schwyzer Filz gefürchteten Rebellen-Zeitschrift Mythen-Post. Seinen unverderblichen Humor hat er
wiederholt dem VgT gewidmet, so etwa in der spannenden Kurzgeschichte "Hausmatt - Ort des Grauens".
Herzliche Gratulation, Urs! Erwin Kessler
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Zum Zischtigs-Club
im Schweizer
Fernsehen vom 6.1.2002 über die Zuverlässigkeit von Wetterprognosen... ähhh, nein,
über Ritualmorde an höheren Säugetieren: Wer nicht gut Deutsch verstand, musste den
Eindruck haben, es werde ziemlich gelangweilt über etwas ganz Banales diskutiert.
Ein evangelische Theologin war auch dabei, mit Augen kalt wie ein Krokodil, lauernd, mit
ihrem herzlosen Evangelium zuzuschnappen.
Erwin Kessler
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Warum heisst Bundesrätin Dreifuss so? Weil
nur zwei Füsse ihr Fleischfresser-Übergewicht nicht tragen könnten. Sie hält Verzicht
auf Fleischgenuss für unzumutbar und ist deshalb für die Aufhebung des Schächtverbotes:
damit orthodoxe Juden, die glauben, nur Schächt-Folter-Fleisch esse zu dürfen, nicht auf
Fleischgenuss verzichten müssen.
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Politischer Moralbegriff: es darf nicht scharf geschrieben, doch
scharf geschossen werden.
Karlheinz Deschner in: "Nur Lebendiges schwimmt gegen den Strom"
Fortsetzung "Bedenkliches"
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